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Im Januar 2012 haben die Herzschulen von Berlin, Hamburg, Herdecke und München eine Charta erarbeitet, in der sie die wesentlichen, sie alle verbindenden Grundpositionen ihres Selbstverständnisses formulierten. Der Text wurde in der Folgezeit wiederholt geringfügig überarbeitet.

"Die Herzschule ist eine interdisziplinäre ärztlich–therapeutische Initiative für Menschen mit Herz-/Kreislauf- und/oder Stresserkrankungen. Wir wenden uns an Betroffene unter Einbeziehung ihrer Lebenspartner und Lebenspartnerinnen.

Grundlage unserer Arbeit ist ein ganzheitliches Menschenbild aus Körper, Seele und Geist. In diesem Sinne verstehen wir das Herz als Bewegungs-, Rhythmus- und Beziehungs- sowie als Wahrnehmungsorgan.
Die Herzschule begreift den Prozess von Gesundheit und Krankheit im Kontext der Lebensgeschichte eines sich entwickelnden Menschen.

Im Zusammenklang von Bewegungsangeboten, künstlerischen Therapien, Ernährungsschulung sowie ärztlicher und seelischer Begleitung wird Lebensstilveränderung angeregt und unterstützt. Unser Ziel ist es, die Selbstheilungskräfte durch schöpferische Eigenaktivität, Achtsamkeit und Lebensfreude zu fördern. Die soziale Gemeinschaft öffnet einen Erfahrungs- und Entwicklungsraum zur individuellen und selbstverantwortlichen, herzgesundenden Lebensgestaltung.

Aus diesem Verständnis heraus stehen die Teams der Herzschulen miteinander in Verbindung, unterstützen sich gegenseitig und stimmen sich in den Grundlinien der Arbeit ab."

Plenum der Herzschulen, Schönwag, den 30. Januar 2016

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